Unsere Tiere – Von Ausbeutung zu Respekt

Alle Hofbewohner haben ihre eigene Geschichte, die von Ausbeutung geprägt ist. Hier erzählen wir einige von ihnen. Wenn ihr für eines unserer Schützlinge eine Patenschaft übernehmen möchtet, dann klickt bitte hier.

Schafe 🐑

Unser Verein hat fast 300 Schafe. 2018 wurden 249 Schafe übernommen aus einer aufgelösten Schäferei. Wir sind, soweit uns bekannt ist, der einzige Lebenshof, der so eine große Herde betreut. Dies stellt uns jeden Tag vor viele Herausforderungen.

Dies ist eines der ersten Bilder, die entstanden sind, als wir mit den Schafen und Lämmern in Kontakt kamen, die „weg“ mussten. Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, du könntest sie retten…

Photocredit: Pavel Mezihorak

Gosha

Ist ein weibliches Schaf und wurde von dem YouTube Duo „Vegan ist ungesund“ (Gordon und Aljosha) auf den Namen Gosha getauft. Sie ist seit ihrer Geburt bei uns auf dem Hof in Hermersdorf und wurde nie von ihrer Mutter getrennt. Gosha ist sehr kontaktfreudig.

Pico und Vives

Diese beiden Schafe kamen noch in dem Bauch ihrer Mütter zu uns. Beide Mütter haben sich auf einem Umtrieb von einem Schäfer verirrt und Ortsansäßige riefen uns an. So nahmen wir diese Schafe auf und konnten den Schäfer überzeugen beide hochträchtige Tiere bei uns zu lassen. Pico und Vives wurden auf dem Lebenshof geboren. Beide werden für immer mit ihren Müttern gemeinsam leben und niemals getrennt.

Tommy und Abigail

Fauna durfte mit ihrer Herde der Mini-Kamerunschafe zu uns auf den Hof kommen und sie kam trächtig. Sie gebar den wunder süßen Tiny Tim, der uns leider schon sehr früh verlassen musste, aufgrund einer nicht heilbaren Lungenentzündung. Fauna hat den Verlust verarbeitet und ist seit dem ein sehr zahmes und liebesbedürftiges Schaf geworden. Wer sie einmal kennen lernt, verliebt sich sofort.

Schweine 🐽

Unsere Schweine kamen aus einem Versuchslabor zu uns. Die Tierrechtsgruppe Gießen nahm hier mit uns Kontakt auf, denn sie retteten 30 Ferkel. 14 davon haben ein neues Zuhause auf dem großen Lebenshof in Hermersdorf gefunden.

Franz

Eddy

Anton

Karlo

Wilfried

Piggeldy

Herr Lohmann

Grunzkowski

Friedolin

Jimmy Jones

Unser Jimmy Jones kam gemeinsam mit den anderen Schweinen und wurde vor einiger Zeit von seiner Rotte verstoßen. Daher bekam er einen neuen Bereich, der umgebaut werden musste. Es dauerte eine Weile aber dann bekam auch er Gesellschaft durch vier zauberhafte Jungschweine. Deren Rettung und Aufnahme geschah in Kooperation mit dem „Verein Tierfreiheit e.V.“

Troublemaker

Spotty

Tofu-Rolf

Färsen

Jana und Tati

Tatis und Janas Lebenswege kreuzten sich, als sie im Alter von gerade einmal wenigen Tagen gemeinsam zu einer Kälbersammelstelle transportiert wurden. Sie waren zuvor (wie in der Milchindustrie üblich) von ihren Müttern getrennt und dann jedoch als zu klein und zu schwach beurteilt worden, um selbst in der grausamen Milchindustrie zu verbleiben. Ihr Schicksal schien besiegelt, wertlos für die Nutztierindustrie sollten sie geschlachtet werden (dies ist hauptsächlich für die männlichen Kälber üblich, da diese keine Milch geben können und somit generell ein ‚Abfallprodukt‘ der Milchindustrie darstellen). Doch Tati und Iana hatten Glück – der Transportfahrer selbst kaufte sie frei – und so wurden die beiden samt Patenschaften durch Tatiana v. Rheinbaben über den Kontakt von Peggy Schreiber von der ‚Tierhilfe Hof Samtschnute‘ im Alter von gerade einmal 3 Wochen an uns vermittelt.

Da die Tiere in der furchtbaren Nutztierindustrie leider nur als Produktionseinheiten gesehen werden und für sie daher nie ein wirklich langes und gesundes Leben vorgesehen ist, ist ihre ‚Versorgung‘ entsprechend immer auch nur auf das Nötigste ausgelegt, um sie bis zur Schlachtreife oder dem Tag ihrer körperlichen Ausgezehrtheit zu bringen. Tati und Iana waren dementsprechend extrem abgemagert und geschwächt und mussten einen Tag nach ihrer Ankunft bei uns leider zunächst zur Akutversorgung in die Tierklinik Düppel gebracht werden. Beide litten an Durchfall und Lungenentzündung und so dauerte es 6 Wochen bis wir sie endlich wieder bei uns auf dem Lebenshof begrüßen durften.

Lana und Lucy

Lanas und Lucys Geschichte ist ziemlich ähnlich wie die Geschichte von Tati und Iana, allerdings sind Lana und Lucy Zwillinge. Wie Tati und Iana wurden sie im Alter von wenigen Tagen von ihrer Mutter getrennt und sollten genauso wie ihre Mutter in der Milchindustrie ausgebeutet werden. Doch auch die beiden wurden als für die Milchindustrie zu klein und zu schwach beurteilt und sollten geschlachtet werden.

Wir erfuhren von Lana und Lucy als uns Peggy Schreiber erneut anrief und fragte, ob wir für die beiden einen Transport in ein anderes sicheres Zuhause auf die Beine stellen könnten. Wir sagten selbstverständlich zu und bereiteten alles vor, jedoch wurde die Aufnahme von Lana und Lucy kurzfristig wieder abgesagt. Elisabeth konnte es einfach nicht über’s Herz bringen, sie ihrem Schicksal zu überlassen und so brachte sie die beiden kurzerhand zu uns auf den Lebenshof.

Lucy und Lana haben sich sehr schnell sehr gut bei uns eingelebt und nach der Rückkehr von Tati und Iana aus der Klinik auch schnell mit den beiden Freundschaft geschlossen. Mittlerweile sind sie eine tolle Vierer-Clique und geben sich auch gegenseitig Zuneigung und Nähe.

Kühe und Kälber

Wir haben einen Hilferuf erhalten mit der Bitte Mutterkühe mit ihren Kälber aufzunehmen. Die Tiere würden den vorherigen Besitzer.

Gänse

In Hermersdorf leben mehrere Gänse. Einige von ihnen wurden vor 2018 Jahren davor bewahrt als Braten auf dem Teller zu Weihnachten zu landen. Eine weitere wurde verletzte aufgefunden und wiederum andere kamen aus wirklich sehr grauenhaften Lebensbedingungen.

Romy ist eine wahre Glücksgans. Sie wurde verletzte im Schilf gefunden und konnte nicht zurück in den Stall mit all ihren Freunden. Doch genau das rettete ihr das Leben. Denn alle Gänse wurde am nächsten Tag hingerichtet. Romy überlebte und durfte zu uns. Doch das Wunder geht weiter. Nach über einem Jahr auf dem Lebenshof brütete sie plötzlich ein Ei aus. Normalerweise können Hausgänse nicht selbst brüten, da sie das Brutverhalten nicht mehr können und es nicht erlernen. Doch Romy hat es geschafft. Baby Sissy ist das erste geborene Gänsebaby (Gössel) auf unserem Lebenshof.

Balbina kam als sehr verstörte Gans zu uns und wollte mir all den anderen nichts zu tun haben. So sehr setzen ihr die Erlebnisse aus ihrem vorherigen Aufenthaltsort zu. Sie brauchte mehrere Monate um wieder sie selbst zu werden. Jetzt ist Balbina eine ganz „normale“ Gans und lebt ihre Leben bei uns.

Pablo Picasso kam vom selben Ort, wie Balbina. Er war von Anfang an ein gut gelaunter Ganter, der einfach nur sein Leben leben wollte. Mittlerweile hat er sich mit Balbina angefreundet und ist wirklich aufgetaut hier.

Kaninchen

Elsa un Blitz kamen zu uns durch einen Hilferuf. Eine Privatperson wollte sich der beiden durch Schalchtung entledigen, da die Kinder das Interesse verloren haben. Jetzt dürfen Elsa und Blitz den ganzen Tag rum rennen, springen, leckere Kräuter und Zweige knabbern, solange sie leben.

Hasenholz

In Hasenholz leben Ponys, Gänse, Kaninchen und viele, viele Katzen.

Ponys

Gerettet wurden 2 Ponys und nach kurzer Zeit waren es 4. Die beiden Mütter Sarasvati (Sara) und Tara kamen hoch tragend zu uns. Tashi und Tarek wurden bei uns geboren. Susi übernahmen wir von einer Person, die Susi allein gehalten hat. Ponys sind sehr soziale Tiere und sollten niemals alleine gehalten werden.

Kaninchen

Hier sehen wir Alfi und Charles. Beide leben in einem Außengehege und werden jeden Tag verwöhnt mit dem besten Futter. Links seht ihr Chales und rechts (vorne im Bild) das Weibchen Alfi.

Gänse

In Hasenholz leben auch Gänse. Wir nennen sie liebevoll die Gänsepolizei. Wenn einer weiß, was auf dem Hof los ist, dann sind es diese 6. Und sie haben keine Probleme damit es den Leuten zu zeigen, dass sie hier das Sagen haben. Manchmal kommen sie sogar ins Haus und schauen nach dem Rechten. Man kann sie mit einem Stück Apfel oder Löwenzahn sehr gut bestechen.

Schlossziegen

Unsere Ziegen leben in einem Nachbarort in einem großen Garten an einem Schloss. Daher nennen wir sie die „Schlossziegen“.

Katzen

Unser Verein kümmert sich auch um unzählige Straßenkatzen und vermittelt diese, wenn sie noch jung und vermittelbar sind. Unsere Kapazitäten sind hier natürlich sehr begrenzt, dennoch versuchen wir da zu helfen, wo es geht. In Hasenholz leben sehr viele Katzen. Diese sind sehr unterschiedlich und viele von ihnen bekommen wir sehr selten zu Gesicht, da sie nur nachts zum Essen kommen oder eine der unzähligen Katzenklappen benutzten um Unterschlupf in der Nacht zu finden.